Von Ruth Fehr
Foto: Roger Paulet

Die Frauen bewähren sich in den entscheidenden Situationen“, sagt Lang. Allen voran Maria Magdalena. Sie salbt Jesus beim Begräbnis, entdeckt das leere Grab und begegnet dem Auferstandenen als erste. Frauen spielten bereits vor fünf Jahren eine größere Rolle, aber nicht in diesem Maße, betont Lang. Neu sei beispielsweise die Szene, in der sich Jesus einer Samariterin als Messias zu erkennen gibt. „Sie ist die erste Verkünderin des Glaubens außerhalb Judäas“, erklärt Lang. Verkündigung, das spiele bei alledem auch eine Rolle: Die Passion ist die Verkündigung mit Mitteln des Theaters“, sagt Lang. Seit 1975 führt die Junge Bühne die Passionsspiele alle fünf Jahre auf. Seit vier Wochen proben die Darsteller jeden Tag. Insgesamt seien bis zu 300 Menschen auf und hinter der Bühne mit einbezogen. Sie sorgen dafür, dass das etwa zweistündige Spiel von Februar bis April insgesamt 32 Mal über die Bühne gehen kann. „Dabei entsteht eine ganz tolle Gemeinschaft“, freut sich Lang. Während der Spielzeit können Besucher eine kostenlose Kunstausstellung zur Passion in der Pfarrkirche und dem historischen Bauernhaus besichtigen. Zu sehen sind eine Skulptur des saarländischen Metallbildhauers Wolfgang Raber, Gemälde der Malerin Maria Rosario-Edrich, Fotografien von Berthold Steinhilber und Holzskulpturen von Josef Pyrz. Zudem zeichnet Judith Schneider aus Saarbrücken während der Premiere Bilder.
Karten (Erwachsene 22 Euro, Kinder elf Euro) gibt es montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr unter Tel. (0 68 05) 91 25 44.
Bildunterschrift: Die Frauen kümmern sich um den gekreuzigten Jesus (Peter Lang), hier in einer Inszenierung von 2010.